Tipp: Die Schell Collection – das Schlüsselmuseum in Graz

von | 19. August 2026 | News

Schlossberg, Uhrturm, Kunsthaus – Graz hat viele Sehenswürdigkeiten. Was viele aber nicht wissen: Auch, wer sich für Schließtechnik interessiert, kommt in der Landeshauptstadt der Steiermark auf seine Kosten. Mit der Schell Collection gibt es in der Wiener Straße ein Museum, das sich der Schließtechnik widmet. Wir waren vor Ort.

Zunächst überrascht die Lage im Wohngebiet, wo man nicht sofort ein Museum vermutet, doch das Schild der Schell Collection zeigt, dass man richtig ist.

Hinter der dazugehörigen Klingel verbergen sich gleich drei Stockwerke Museum. Diese teilen sich wie folgt auf: 

  • 1. Stock: Das eigentliche Schlüsselmuseum mit thematisch und chronologisch geordneten Schlüsseln und Schlössern.
  • 2. Stock: Weitere Schlüssel – ergänzt um Schmiedeeisen, Zunftzeichen und mehr.
  • 3. Stock: Souvenirs und Fundstücke aus den Reisen und dem Leben des Sammlers Hanns Schell.

 Dass die Themen gelegentlich etwas verschwimmen, hat eine einfache Begründung: Das Museum ist eine private Sammlung von Hanns Schell, der hier Exponate aus inzwischen über 85 Lebensjahren präsentiert.

Besonders eindrücklich: Viele Exponate sind mit einem grünen Hand-Symbol gekennzeichnet und dürfen ausprobiert werden. So lassen sich Schlösser beim Ausprobieren von beiden Seiten beobachten. Auf diese Weise vermittelt das Museum sowohl historische als auch technische Einblicke. 

Gothische Schlüssel

Ab dem zweiten Stock driftet die Sammlung thematisch zwar etwas von den Schlüsseln ab, doch auch Zunftzeichen und Eisengüsse samt erklärender Texte sind ausgesprochen interessant. Im dritten Stock zeigt der Sammler Souvenirs und Fundstücke von Reisen, Wanderungen und Gipfeln – darunter Erinnerungen an Hanns Schells Nanga-Parbat-Besteigung 1976. 

Am Ende verlässt man das Museum um einige Erkenntnisse reicher – und mit dem guten Gefühl, dass sich der Eintritt gelohnt hat.

Schloesser aus Arika

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