Im Neubauquartier „Am Stadthafen“ in der Lutherstadt Wittenberg kommt eine digitale Schließanlage von SimonsVoss zum Einsatz. Sie macht die Zutrittsverwaltung bequem und sicher zugleich. Ob für Eigentümer, Mieter oder Dienstleister, die Lösung ist praxistauglich und ermöglicht ein völlig neues Schließmanagement.
Wer schon einmal Schlüssel in einem Mehrparteienhaus verwaltet hat, kennt die typischen Momente. Schlüssel fehlen oder gehen verloren, ein Handwerker braucht kurzfristig Zugang zu einem Wartungsraum, Bewohner ziehen aus, aber irgendwo gibt es noch Schlüsselkopien. Beim Stadthafen Wittenberg wollten die Macher von der WIWOG solchen Problemen von vornherein aus dem Wege gehen. Zutritte müssen schnell vergeben und im Ernstfall genauso schnell entzogen werden können. Änderungen müssen einfach und nachvollziehbar sein, ohne dass Zylinder getauscht werden müssen.
Die Lösung ist eine Mischnutzung, die den unterschiedlichen Anforderungen der Gebäude gerecht wird. In den Eigentumswohnungen sind Doppelknaufzylinder aus dem SimonsVoss System 3060 verbaut. In den Mietwohnungen sind die Wohnungseingänge mit SmartHandle AX Komponenten ausgestattet. An den Gebäudeeingängen sitzen Transponder-Leser in Kombination mit elektrischen Schlössern.
Ausgangslage und Anforderungen: Viele Parteien, viele Schlüssel
Im Stadthafen treffen klassischer Wohnungsbau und moderne Mischnutzung aufeinander. Eigentümer und Mieter wollen unkomplizierte Zutritte, die Verwaltung braucht Struktur, und Fremdfirmen kommen nicht nach Plan, sondern bei Bedarf. Dazu kommt die Tagespflege, also Zeiten, in denen der Zutritt nicht nur bequem, sondern vor allem verlässlich sein muss.
Die zentrale Entscheidung war nicht “digital oder mechanisch”, sondern: Wie lässt sich Zutritt so organisieren, dass Änderungen ohne negative Auswirkungen möglich sind? Rollenverwaltung (z.B.: Bewohner, Verwaltung, Hausmeister, Dienstleister) muss vorhanden sein. Temporäre Berechtigungen und eine sichere Ausstellung von Identmedien dürfen ebenfalls nicht fehlen.
Umsetzung mit Blick auf die Gebäudestruktur
Im Stadthafen wurde nicht versucht, alles mit einem einzigen Türtyp zu lösen. Stattdessen wurde die Schließtechnik nach Einsatzort gewählt. Der entscheidende Punkt ist die Online-Komponente an der Gebäudeaußenhaut. Die Leser sind vernetzt und dienen als Gateways/Buchungsleser. Das ist ein gewaltiger Fortschritt in Sachen Betriebspraxis, weil Berechtigungen ortsunabhängig aktualisiert werden können, ohne im Haus umherwandern zu müssen. Die elektronische Steuerung ist besonders nützlich, wenn man Nutzer wechseln will, oder Dienstleister nur temporär Zugriff brauchen.
Betrieb und Verwaltung: Wer darf was?
Die Technik ist das eine, doch auch sie kann nicht alle Fragen beantworten. Wer legt neue Nutzer an, vergibt Berechtigungen und sperrt Schließmedien, wenn sie fehlen? Im Stadthafen ist das klar getrennt, weil Eigentums- und Mietbereich jeweils ihre eigene Betriebslogik haben.
Die Eigentumswohnungen werden über den Fachhandelspartner betreut (LSM Basic), die barrierearmen Mietwohnungen verwaltet die WIWOG selbst (LSM Business). Das ist ein echter Vorteil. Zuständigkeiten sind eindeutig, Änderungen laufen nicht über mehrere Ecken und es entstehen keine Lücken bei den Verantwortlichkeiten.
Einer der größten Vorteile ist, dass die Anlage nicht statisch ist, sondern Veränderungen jederzeit problemlos möglich sind. Über die vernetzten Leser an den Gebäudeeingängen können neue Nutzer im System eingespielt werden, ohne dass jemand durch das Quartier laufen und an jeder Tür nacharbeiten muss. Ideal für Handwerker und andere Dienstleister. Zudem ist es jederzeit möglich, die Schließanlage zu erweitern.
Der Alltag: geringe Folgekosten, weniger Probleme
Der praktische Unterschied zeigt sich vor allem im geringeren Verwaltungsaufwand. Geht ein Transponder verloren oder gibt es einen Verdacht auf Missbrauch, kann die Verwaltung das Medium gezielt sperren, statt an Schließzylindern oder Schließplänen handwerklich nachzubessern. Entscheidend ist, dass Rechte sich ohne Nebenwirkungen nachziehen lassen und Aktualisierungen nicht an einzelnen Türen scheitern. Dem Bundesbaublatt sagte WIWOG-Geschäftsführer Rando Gießmann dazu:
Einen sehr großen Vorteil sehen wir darin, dass verloren gegangene Transponder gesperrt und so nicht wie bei mechanischen Systemen von Dritten für kriminelle Zwecke missbraucht werden können. Auch den bauausführenden Firmen kann durch die digitale Lösung ein temporärerer Zutritt gewährt werden, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.
Effekte, die Betreiber sofort merken:
- Medienverlust wird sperrbar, statt teuer
- Temporäre Zutritte lassen sich sauber abbilden, statt Dauerrechte zu vergeben
- Änderungen werden aktualisierbar, ohne im Objekt nacharbeiten zu müssen
Warum die Lösung im Neubauquartier besonders gut passt
Im Stadthafen Wittenberg ist ein Mix aus Dauer- und temporären Rechten nötig. Eigentümer und Mieter, Verwaltung und Hausmeister, Energieversorger und Fremdfirmen, dazu die Tagespflege mit wechselnden Anforderungen. Genau diese Vielseitigkeit war den Verantwortlichen wichtig. Die vielen unterschiedlichen Nutzer über eine mechanische Anlage zu verwalten, wäre unmöglich.
Obendrein nutzen WIWOG und WIGEWE digitale Zutrittstechnik bereits seit 2017 und haben positive Erfahrungen gesammelt. Die Umsetzung im Stadthafen baut damit auf Routine auf und ist kein Experiment.
Das Handling für uns als Unternehmen ist einfach. Auch unsere Mieter, die erstmals mit digitalen Schließsystemen in Berührung kommen, gewöhnen sich schnell an die neue Technik.
Vorteile auf einen Blick
- Systemmix passend zum Gebäude: System 3060 (Doppelknauf-/Comfortzylinder) in den Eigentumswohnungen, SmartHandle AX an den barrierearmen Wohnungseingängen
- Gebäudeaußenhaut online: Transponder-Leser an den Eingängen, kombiniert mit Motorschlössern/Öffnungseinrichtungen, gleichzeitig Gateway/Buchungsleser für Updates
- Betrieb klar organisiert: Betreuung je Bereich über LSM-Software (Basic/Business)
- Verlustfall entschärft: Transponder können gezielt gesperrt werden, ohne Hardwaretausch
Fazit: Ein Quartier, ein Zutrittssystem
Der Stadthafen Wittenberg zeigt, wie digitale Schließtechnik im Neubau dann funktioniert, wenn sie kein “Extra” ist, sondern von vornherein fest eingeplant wird. Unterschiedliche Türsituationen werden passend ausgestattet, die Außenhaut ist vernetzt, und Zuständigkeiten für die Verwaltung sind klar geregelt.
Unterm Strich bleibt ein System, das den normalen Alltag sauber abbildet und in den typischen Sonderfällen nicht zusammenbricht, sondern eine sichere und anwenderfreundliche Umgebung schafft.
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