Ein Kabelverteilerschrank. Eine Trafostation. Ein Windrad irgendwo an der Küste. Orte, die selten jemand besucht und die trotzdem gut gesichert sein müssen. Digitale Zutrittskontrolle war dort bisher oft keine echte Option. Die SimonsVoss FORTLOX Series ändert das.
Die FORTLOX Series setzt gezielt dort an, wo herkömmliche Schließsysteme an ihre Grenzen stoßen. Die neuen Komponenten bringen robuste digitale Sicherheit solche Standorte. Das mechatronische System besteht aus dem FORTLOX Cylinder in mehreren bedarfsgerechten Ausführungen und dem FORTLOX Key und wird mit den Software-Lösungen LSM und AXM von SimonsVoss gesteuert. Die neue Produktlinie integriert sich zudem vollständig in das bewährte SimonsVoss System 3060.
► FORTLOX Cylinder
FORTLOX Cylinder ist ein batterieloser, knaufloser Schließzylinder für den Einsatz im Innen- und Außenbereich. Seine Stromversorgung erhält er nicht über eine eingebaute Batterie, sondern direkt über den FORTLOX Key. Eine Batterie, die vor Ort getauscht werden müsste, gibt es somit nicht.
Ein weiterer Vorteil liegt in seiner Bauform. Die Maße des FORTLOX Cylinders sind identisch mit denen herkömmlicher mechanischer Schließzylinder. Somit kann er ohne Änderungen an der Tür einfach ausgetauscht werden.
Es gibt mehrere Varianten für unterschiedliche Einbausituationen:
- Euro-Profil Doppelzylinder – für Innen- und Außentüren
- Halbzylinder – für einseitig begangene Türen, Schränke oder Schwenkhebelgriffe
- Scandinavian Oval – für skandinavische Märkte und Einbausituationen mit entsprechender Anforderung
- Hebelzylinder – u. a. für Spinde, Vitrinen, Schaltschränke und Automaten
Beim Wetterschutz bietet der FORTLOX Cylinder drei Ausstattungsstufen: die Standardvariante mit IP-Schutzklasse 54, die WP-Variante (Weather Protection) mit IP67 (staub- und wasserdicht) sowie die EP-Variante (Extreme Protection) mit zusätzlichem Schutz gegen Insekten und Fremdpartikel. Alle Varianten sind für Betriebstemperaturen von –25 °C bis +65 °C ausgelegt.
► FORTLOX Padlock
FORTLOX Padlock (PL) ist ein digitales Bügelschloss für Zäune, Container, Außenlager, Spinde, Werkzeugkisten, Wertsachenfächer und mehr. Ergänzend zu den Zylindern folgt es demselben Prinzip. Es ist batterielos, knauflos, wartungsfrei und wie die Zylinder bauformidentisch mit herkömmlichen mechanischen Vorhängeschlössern. Es ist in zwei Varianten erhältlich, viereckig und achteckig und es ist für den Einsatz indoor wie outdoor geeignet. Wie alle FORTLOX Komponenten wird es mit dem FORTLOX Key bedient.
► FORTLOX Key
FORTLOX Key ist der erste mechatronische Schlüssel im SimonsVoss Portfolio-Katalog und weit mehr als nur ein Schließmedium. Er vereint fünf Funktionen: 1) Schlüssel, 2) Aktiv-Transponder, 3) BLE-Kommunikationsschnittstelle, 4) optionales RFID-Identmedium und 5) Energiequelle.
Die Zugriffsrechte werden vollständig auf dem Key gespeichert. Dadurch ist kein Gang zu allen Zylindern einer Anlage notwendig. Die, um Synchronisation der Berechtigungen auf dem Key erfolgt entweder über den SmartStick AX, das SmartRelais 3 oder per Smartphone über die SYNC2Go-App.
Wie funktioniert FORTLOX?
Zugänge werden zentral über die AXM Plus oder LSM Software vergeben. Die Freigabe erfolgt standortunabhängig, ohne Schlüsselübergabe und wird bei Bedarf zeitlich begrenzt. Die Schlüssel-Nutzer synchronisieren ihren FORTLOX Key per SmartStick, SmartRelais oder ihr Smartphone und die Berechtigung ist direkt auf dem Schlüssel gespeichert. Wechselt das Personal oder geht ein FORTLOX Key verloren oder wird gestohlen, lässt sich die Sicherheit der gesamten Anlage schnell und ohne Eingriff vor Ort wiederherstellen, indem die Zugriffsrechte entzogen werden.
Optional lassen sich alle Zugriffsereignisse lückenlos dokumentieren. Das macht das System ideal für Betreiber, die Nachweispflichten als KRITIS-Unternehmen erfüllen müssen.
Simply secure.
Der FORTLOX Cylinder hat keinen Überstand und bietet damit keinen Angriffspunkt. Zusätzlich schützt ein integrierter Bohrschutz die Aktor-Elektronik und das Zylinderprofil gegen externe Angriffe. Der FORTLOX Cylinder wird auch dort angewendet, wo ein Knauf nicht erwünscht ist, wie bei Kabelverteilerschränken, Schaltschränken, Trafostationen oder Ticketautomaten.
Der FORTLOX Cylinder erfüllt in allen relevanten Prüfklassen der DIN EN 15684 die jeweils höchste Zertifizierungsstufe, darunter Dauerhaftigkeit, Angriffswiderstand, Berechtigungssicherheit, Umweltbeständigkeit sowie Feuer- und Rauchwiderstand. Er ist zugelassen für Brandschutztüren bis T90 und geeignet für Fluchttüren nach DIN EN 179 und EN 1125. Damit erfüllt FORTLOX die strengsten Anforderungen an elektronische Schließzylinder.
Wo FORTLOX konkret eingesetzt werden kann
Die Einsatzbereiche decken die wesentlichen Segmente der technischen Infrastruktur ab:
- Energie: Windkraftanlagen, Trafostationen, Umspannwerke, E-Ladestationen
- Wasser & Abwasser: Wasserwerke, Klärwerke, Pumpstationen, Reservoire
- IT & Telekommunikation: Rechenzentren, Kabelverteilerschränke, Funkmasten
- Transport & Logistik: Container, Außenlager, Fahrzeugdepots
- Große Firmenkomplexe
- Weitere: Ticket- und Verkaufsautomaten
FORTLOX Integration ins System 3060
Der FORTLOX Key funktioniert nicht nur an FORTLOX Cylindern, sondern auch an Knaufzylindern und Beschlägen aus dem SimonsVoss System 3060, was ihn zu einem wahrlich universellen Schließmedium macht. Betreiber, die bereits eine SimonsVoss-Anlage im Einsatz haben, müssen kein paralleles System aufbauen. Beides lässt sich in einer gemeinsamen Infrastruktur verwalten, mit einem einzigen Schließmedium für alle Komponenten. FORTLOX Cylinder können übrigens problemlos ausgebaut und in anderen Türen und Schließanlagen wiederverwendet werden. Das ist ein deutlicher Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzprodukten und sehr praktisch bei Umzügen oder Änderungen am Schließplan.
FORTLOX schafft sehr hohe Sicherheit
FORTLOX bietet ein System, das die in Deutschland verfügbaren Sicherheitszertifizierungen erfüllt. Die Schließzylinder sind völlig wartungsfrei, sicher und können ohne bauliche Anpassungen installiert werden.
Für Betreiber kritischer Infrastrukturen bedeutet das einen grundlegenden Unterschied zu mechanischen Schließungen. Es spielt keine Rolle mehr, ob der nächste Zugangspunkt zehn Minuten oder zwei Stunden entfernt liegt.
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